Goslar (Nds)

Goslar ist selbständige Stadt in Niedersachsen mit ca. 48.000 Einwohnern. Sie liegt zwischen den nordwestlichen Ausläufern des Harzes mit dem Rammelsberg und dem äußersten Südende des Salzgitter-Höhenzugs.

Seit der Römerzeit war der Harz ein bedeutendes Erzabbau-Gebiet. Daher entstanden hier Siedlungen, in denen das Erz zu Metallen verarbeitet und veredelt wurde. Dementsprechend konnten der Abbau und die Verhüttung von Rammelsberger Erz bereits für das 3. Jahrhundert nachgewiesen werden. Als Bergbauort wurde Goslar erstmals 979 erwähnt; etwa zu gleicher Zeit wurde der Ort Sitz einer Kaiserpfalz und entwickelte sich bis zum 13. Jahrhundert zur Stadt weiter. 1290 wurde Goslar freie Reichsstadt.

Die Bedeutung Goslars und der Wohlstand der Bürger sind dem Harzbergbau zu verdanken. Das spiegelt sich in der reichen Ausstattung der Kirchen sowie des Rathauses wider. Die heutige Altstadt besitzt über 1.500 Fachwerkbauten, die ältesten davon stammen aus dem 15. Jahrhundert. Die Altstadt zählt ebenso wie das ehemalige Erzbergwerk Rammelsberg, das 1988 stillgelegt und dann zu einem Museum umgebaut wurde, zu den Weltkulturerbestätten der UNESCO.