Die Ortschaft Anholt (4.107 Einwohner) ist ein Stadtteil von Isselburg im nordrhein-westfälischen Kreis Borken. Sie liegt auf einer Höhe von 7 m über NN unmittelbar an der Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden.
Ihre größte Sehenswürdigkeit ist die Burg Anholt, die sich seit 1645 in Familienbesitz der Fürsten zu Salm-Salm befindet, die die Burg auch heute noch bewohnen.
Die Wasserburg, die an französische Loire-Schlösser erinnert, zählt zu den prachtvollsten Burganlagen Westfalens und begeistert die (insbesondere an Sonn- und Feiertagen mannigfachen) Besucher u.a. mit Barockgärten und einem großzügig angelegten Park.
Die Anlage ist auf einen Wehrbau aus dem 12. Jahrhundert zurückzuführen. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie stark zerstört, nachfolgend aber von dem damaligen Burgherrn wiederaufgebaut. Nach ihrer Wiederherstellung konnte die Burg wieder von der Familie Salm bewohnt werden. Zugleich wurden viele Teile der Anlage der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Neben der Hauptburg können auch die Parkanlagen entgeltlich besichtigt werden. Daneben beherbergt die Burg ein Hotel mit Restaurant samt Wasserpavillon und zwei großen Terrassen sowie einen Golfclub.
Die Anholter Schweiz (auch Leopoldspark) ist ein Landschafts- und Wildpark bei Anholt in Isselburg-Vehlingen. Die 1892 eröffnete Anlage wurde im Stil eines englischen Landschaftsparks um einen künstlichen See herum konzipiert, in dessen Mitte eine Insel mit einem Chalet, dem „Schweizer Häuschen“, angelegt wurde. Zu den rund 45 im Biotopwildpark vertretenden Tierarten zählen Rothirsch, Rentier, Wisent, europäische Wildkatzen wie der Luchs, der Europäische Nerz, Steinmarder, Otter, Wolf, Bartkauz, Wildschwein und Esel.